Mediation

 

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Mit Mediation können Konflikte im beruflichen Kontext gelöst werden.

„Begegne Veränderungen mit offenen Armen, aber verliere dabei nicht Deine Wertmaßstäbe.“ Diesen schönen Satz soll einmal der Dalai Lama gesagt haben. Doch was hat diese Anregung mit Mediation zu tun? Als Mediatorin sehe ich sie als Beschreibung des Mediationsprozesses.

Mediation: Konflikte lösen, in den Austausch kommen, sich verständigen. In unserer heutigen aufgeregten Zeit so sinnvoll und notwendig wie selten zuvor. Doch für wen ist Mediation überhaupt geeignet?

Als Mediatorin begleite ich Musiker, für die das Berufsleben als Mitglied eines Kammermusikensembles, eines Orchesters oder einer Band aufgrund von Auseinandersetzungen mit Kollegen immer schwieriger wird. Dabei ist es oft essentiell, dass sich alle Beteiligten auf Veränderungen einlassen. Doch das heißt eben nicht, sich selbst untreu zu werden oder seine Wertmaßstäbe zu verlieren – wie es der Dalai Lama formulierte. In dem vielfach erprobten Verfahren der Mediation kommen die Konfliktbeteiligten zusammen und erhalten die Gelegenheit, alles zur Sprache zu bringen, das sie mit dem Konflikt verbinden.

Und letztendlich begleite und unterstütze ich Sie auf dem Weg zu einer Lösung. Dabei ist es wichtig, dass diese beide Seiten zufriedenstellt. Bei der kreativen Lösungsfindung werden Sie Optionen entdecken, die zuvor nicht sichtbar waren. Etwa weil die Auseinandersetzung im Vordergrund stand und den Blick auf positive neue Wege verstellte.

Entwicklung der Mediation

Den Begriff Mediator gibt es schon seit fast 2000 Jahren. Zunächst wurde so ein Vermittler zwischen hierarchischen Welten bezeichnet, etwa ein Papst oder König. Letzterer vermittelte zum Beispiel zwischen Klerus und Volk.  Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die Bedeutung hin zu einem Friedensstifter, bis dann im 20. Jahrhundert das heutige Verfahren der Mediation entwickelt wurde. Ein frühes Beispiel für Mediation ist der Westfälische Frieden aus dem Jahre 1648. Zwei der damaligen Vermittler trugen die Bezeichnung Mediator.

Nicht zu vergessen die Vorläufer der Mediation, die sich in fast allen Kulturen finden: So vermitteln etwa Dorfälteste bei Streitigkeiten – eine Tradition, die es meines Wissens auf allen Kontinenten gab oder teilweise noch gibt. Mediation als Verfahren in der heutigen Form musste also nicht komplett neu erfunden werden, sondern konnte viel mehr auf jahrhundertalte Erfahrung aufbauen.

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